Besitzer einer Smart-Home-Kamera von Xiaomi sieht auf seinem Display überraschend Bilder einer fremden Wohnung. Google reagiert auf den Supergau und deaktiviert erstmal den Zugriff auf die Überwachungskameras des chinesischen Herstellers. Xiaomi teilt mit, intensiv an dem Problem zu arbeiten.

Das darf nicht passieren: Der Nutzer einer Mi Home Security Camera Basic 1080p schaut auf sein Google Nest Hub und sieht auf dem smarten Display plötzlich Bilder einer fremden Wohnung. Anstatt der eigenen vier Wände zeigt die Überwachungskamera eine unbekannte Veranda und ein schlafendes Baby in einem Kinderzimmer. Der Mann meldet den Vorfall bei Reddit und wird umgehend von Google kontaktiert. Der Internet-Gigant nimmt daraufhin Xiaomi-Kameras offline und lässt via Pressesprecher erklären: „Wir sind uns des Problems bewusst und stehen in Kontakt mit Xiaomi, um an einer Lösung zu arbeiten“. Nun nimmt auch Xiaomi Stellung und erklärt wie es zum erschreckenden Vertrauensbruch kommen konnte.

Xiaomi erklärt den Privatsphären-Einbruch

Der Handy- und Smart-Home-Hersteller verkündet in einem offiziellen Statement, dass der Vorfall auf ein Cache-Update vom 26. Dezember zurückzuführen sei, das darauf abzielte, die Streaming-Qualität zu verbessern. Nach dem Update trat wohl bei der Verknüpfung der Mi Home Security Camera Basic 1080p mit dem Google Nest Hub das Problem dann auf. Betroffen sei aber eine geringe Anzahl von Nutzern aus dem Ausland, die über schlechte Netzwerkbedingungen verfüge, so Xiaomi. Des Weiteren heißt es: „Wir möchten uns für entstandene Unannehmlichkeiten entschuldigen. Unser Team hat umgehend reagiert und das Problem ist nun behoben“.

Auch wenn das Unternehmen zügig in Aktion trat, um die Sicherheitslücke zu schließen, ist der Vertrauensbruch für die Kunden groß. Der Image-Schaden könnte dabei nicht nur Xiaomi betreffen, sondern auch cloudbasierte WLAN-Kameras im Allgemeinen in Verruf bringen.

Quelle: caschys blog.

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