Erst seit Anfang Dezember ist Voice-Banking über die Sparkasse möglich. Der Service ermöglicht Dir, per Google Assistant Geld zu überweisen, ohne eine PIN oder ein Passwort einzugeben. Jetzt, nicht einmal zwei Monate später, stellt das Kreditinstitut den Service wieder ein. Der Grund: Sprachüberweisungen verstoßen laut Google gegen interne Richtlinien.

Vor etwa sechs Wochen hat die Sparkasse eine neue Funktion in ihre App integriert: Sprachüberweisungen per Google Assistant und Amazon Echo. Dabei kann Geld via Sprachbefehl von einem Konto auf ein anderes befördert werden. Google hat dem Service nun allerdings einen Riegel vorgeschoben und die Sparkasse musste die Funktion inzwischen einstellen, weil der US-Konzern Datenschutzrichtlinien bedroht sieht. Das Problem: Kontodaten und Name des Überweisenden werden zwar nicht übermittelt, dafür aber die des Empfängers.

Voice-Banking ist bei Google derzeit nicht vorgesehen

Vermutungen legen nahe, dass verletzte Datenschutzrichtlinien nicht der einzige Grund für Googles Abneigung gegenüber Sprachüberweisungen sind. Zuletzt hat das Unternehmen sich vermehrt ins Finanzwesen eingemischt. Es könnte also sein, dass Google gerne selbst einen Voice-Banking-Service anbieten möchte und die Versuche von Drittanbietern, auf diesem Gebiet Fuß zu fassen, deshalb erst einmal blockiert.

Um Sicherheit kann es dem Konzern jedenfalls eher nicht gehen, denn die Sprachüberweisungen waren ohnehin sehr eingeschränkt. Kunden konnten maximal 30 Euro mit einem Rutsch per Sprachbefehl überweisen und auch nur an Empfänger, die bereits innerhalb der vergangenen 90 Tage schon einmal eine Überweisung des entsprechenden Kunden erhalten haben.

Eine gute Nachricht für alle Voice-Banking-Nutzer: Nur Sprachüberweisungen sind nicht mehr möglich. Alle anderen Funktionen, wie Fragen nach Kontostand, ePost, Einnahmen und Ausgaben stehen noch zur Verfügung. Wenn Du wissen möchtest, wie Du Voice-Banking richtig und in vollem Umfang nutzt, sieh Dir unseren Artikel Voice-Banking: Kontodaten abfragen per Sprachbefehl an.

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